Die lebenden Juwelen des Regenwaldes.
   Die tropischen Regenwälder Amerikas sind die Zuhause dieser ungefähr 170 Arten zählende Froschfamilie. Für die Terraristen sind nur ungefähr die Hälfte dieser Arten interesant. Sie wurden bekannt unter dem Namen Pfeilgiftfrösche.
   Die ersten Aufzeichnungen datieren gegen Ende des 18. Jahrhunderts, aber nur in den letzten 25-30 Jahren sind nenneswerte wissentschaftliche Beschreibungen geboren über diese Frösche. Die Beobachtung in ihren natürlichen Lebensraum war nicht einfach wegen ihren kleinen Körpergrösse. Deswegen gab ihre Haltung in Terrarien viele Möglichkeiten zur Beobachtung. Nicht nur gebildete Zoologen sonder auch "autodidakte Amateuren" hatten die Chance neue Erkenntnisse zu gewinnen.
   Heutzutage als die Erde durch neue Transportmöglichkeiten immer mehr schrumpft, haben viele von uns die Möglicheit dieser Tiere in ihren natürlichen Lebensraum zu kennenlernen, und dort ihre wunderbare Farben zu betrachten, und ihre, machmal auch Vögel übertroffene, Stimmen zu hören. Leider durch das Schrumpfen ihren Lebensraumes ist es nicht sicher, dass auch unsere Enkel die gleiche Anzahl von Arten kennenlernen können wie wir. Zum Glück werden in den Regenwälder von Venezuela, Kolumbien, Equador, und Peru noch heute viele neue Arten gefunden. Der Name "Pfeilgiftfrösche" stimmt nur drei Arten des Phyllobates Gattung zu. Auch diese können nur durch die Ehrnährung in ihren natürlichen Lebesraum die Giftstoffe in ihren Haut produzieren. In Terrarien gezüchtete Abkommen sind nicht mehr giftig. Viele südamerikanische Indianerstämme behandeln ihre Pfeile und Speere mit dem über dem Feuer herausgewonnene Gift. So erstand der Name Pfeilgiftfrösche.

Warum wurden sie beliebte Terrarientiere?
   Ihre wunderbare Farben konkurieren mit der der Schmetterlinge. Der nicht eingeweihte Betracter denkt das der regungslose Frosch im Terrarium aus Porzelan ist bis es sich bewegt. Mache Arten haben nicht nur schöne Farben sonder auch fantastische Stimmen. Ihre Fortpflanzungsbiologie und Nachwuchsfürsorge ist auch sehr interesant. Die für das Revier wie Sumo-Ringer kämpfende, und später die Kaulquappen auf dem Rücken tragende Männchen sind für den Beobachter ein solches Erlebnis die wenige Tiere bieten. Eine kleine, durch uns aufgezogene, Froschgruppe bestätigt, dass wir unsere Tiere unter optimalen Bedingungen halten. Derjenige der den Versuch wagt einen kleinen Regenwald in einer Glasbox zu bauen mit künstlichen Terrassen, Bachläufen und Lichquellen, kann auf sich stolz sein etwas erschaffen zu haben.
   Ich wollte diese Einführung nicht mit wissentschafliche Sachen belasten, aber für das spätere zurechtfinden ist es unumgänglich die zehn Gattungen aufzuzählen:

1. Allobates
2. Aromobates
3. Colostethus
4. Dendrobates
5. Epipedobates
6. Mannophrine
7. Miniobates
8. Nephlobates
9. Phobobates
10. Phyllobates